Frist versäumt: Wann haftet der Anwalt?
Eine versäumte Frist kann einen Anspruch oder ein Rechtsmittel gefährden. Für den Regress müssen jedoch Fristenfehler, Rettungsmöglichkeiten und der hypothetische Erfolg getrennt geprüft werden.
Ratgeber lesenAnwaltshaftung · Beratung & Regress
Eine versäumte Frist. Ein nachteiliger Vergleich. Ein vermeidbarer Schaden. Wir helfen Ihnen, den Vorgang rechtlich einzuordnen und mögliche Ansprüche zu prüfen.
Auf Grundlage Ihrer Unterlagen. Mit einem klaren Blick auf Chancen und Risiken.
Worum geht es in Ihrem Fall?
Ein ungünstiges Ergebnis ist noch kein Haftungsfall. Entscheidend sind die konkrete Pflicht, ihre Verletzung und der daraus entstandene Schaden.
Eine versäumte Frist kann einen Anspruch oder ein Rechtsmittel gefährden. Für den Regress müssen jedoch Fristenfehler, Rettungsmöglichkeiten und der hypothetische Erfolg getrennt geprüft werden.
Ratgeber lesenNicht jede später als ungünstig empfundene Empfehlung war pflichtwidrig. Maßstab ist die Beratung, die beim damaligen Kenntnisstand und im Rahmen des Auftrags erforderlich war.
Ratgeber lesenEin Vergleich beendet Unsicherheit und enthält fast immer Zugeständnisse. Dass im Nachhinein ein besseres Ergebnis vorstellbar ist, begründet für sich genommen keine Anwaltshaftung.
Ratgeber lesenWar ein Prozess von Anfang an ohne tragfähige Erfolgsaussicht, kann die Beratung über seine Einleitung oder Fortsetzung haftungsrechtlich relevant sein.
Ratgeber lesenEin übergangenes Beweismittel kann erheblich sein. Es muss jedoch geklärt werden, ob es rechtzeitig bekannt, prozessual nutzbar und für das Ergebnis relevant war.
Ratgeber lesenDie Berufshaftpflicht kann einen Haftungsschaden regulieren. Ihr Bestehen bedeutet weder eine automatische Zahlung noch in jedem Fall einen unmittelbaren Anspruch gegen den Versicherer.
Ratgeber lesenDie Grundlage jeder Haftungsprüfung
Für einen tragfähigen Anspruch müssen die anwaltliche Tätigkeit und der ursprüngliche Streit zusammen betrachtet werden.
Haftungsvoraussetzungen verstehen →Mandat, Ziel und Umfang der übernommenen Aufgabe bestimmen die Pflichten.
Das tatsächliche Vorgehen wird mit der geschuldeten Bearbeitung verglichen.
Wir betrachten den Verlauf ohne Fehler, den Schaden und mögliche Einwendungen.
Gut vorbereitet in die Prüfung
Mandat, Schriftverkehr, Fristen und Belege: Stellen Sie Ihre Unterlagen strukturiert zusammen und laden Sie Ihre persönliche Liste herunter.
Checkliste öffnen →Vergleichen Sie die tatsächliche Lage mit der Lage ohne Fehler. Die Rechnung schafft eine Übersicht; sie ersetzt keine rechtliche Schadensprüfung.
Rechenhilfe öffnen →Rechtsprechung im Blick
BGH · 09.10.2025 · IX ZR 18/24
Auch ein nachteiliges Berufungsurteil reicht im Regelfall nicht allein aus, um den Beginn der kenntnisabhängigen Verjährung zu bestimmen. Die konkreten Umstände bleiben entscheidend.
Die Entscheidung einordnen →Häufige Fragen
Ein verlorener Prozess belegt allein keinen Anwaltsfehler. Für einen Schadensersatzanspruch sind unter anderem eine Pflichtverletzung, ein zurechenbarer Schaden und der Zusammenhang zwischen beiden zu prüfen.
Voraussetzungen im Einzelnen →Die regelmäßige Verjährung beträgt häufig drei Jahre. Entscheidend sind aber Anspruchsentstehung, Kenntnis, Höchstfristen und mögliche Hemmung. Drei Jahre ab dem Fehlerdatum ist keine verlässliche allgemeine Regel.
Zur Verjährung →Das hängt von Haftung und Versicherungsschutz ab. Die Pflichtversicherung eröffnet nicht automatisch einen unmittelbaren Anspruch gegen den Versicherer. Der richtige Anspruchsgegner muss geprüft werden.
Versicherung und Anspruch unterscheiden →Hilfreich sind die Mandatsvereinbarung, vollständige Korrespondenz, Entscheidungen, Zustellungsnachweise und Schadensbelege. Laufende oder unklare Fristen sollten Sie bereits beim ersten Kontakt nennen.
Unterlagen zusammenstellen →Der nächste Schritt
Schildern Sie uns den Vorgang und nennen Sie mögliche laufende Fristen. Gemeinsam klären wir die Grundlage für eine Prüfung.