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Typische Anwaltsfehler

Anwalt reicht Klage beim falschen Gericht ein

Eine Klage beim unzuständigen Gericht kann Zeit und Geld kosten. Ob zusätzlich ein Anspruch verloren geht, hängt von Verweisung, Fristensicherung und dem weiteren Ablauf ab.

Zuständigkeit und Rechtsweg unterscheiden

Örtliche oder sachliche Unzuständigkeit innerhalb eines Rechtswegs ist von der Wahl des falschen Rechtswegs zu trennen. § 281 ZPO und § 17a GVG regeln unterschiedliche Verweisungssituationen. Deshalb muss der Vorwurf benennen, welche Zuständigkeitsregel verkannt wurde. Eine vertretbare Einordnung einer schwierigen Zuständigkeitsfrage ist anders zu bewerten als das Übersehen einer eindeutigen gesetzlichen Vorgabe.

Verweisung kann den Hauptanspruch erhalten

Ein Fehler führt nicht zwangsläufig zur endgültigen Abweisung. Wird die Sache wirksam an das zuständige Gericht verwiesen, kann der Anspruch weiterverfolgt werden. Gleichwohl können zusätzliche Kosten entstehen. Ob eine Verjährungshemmung erhalten bleibt, ist anhand von Antrag, Zustellung und Verfahrensgang zu prüfen. Ein bloßer Gerichtswechsel beweist daher weder Schaden in voller Forderungshöhe noch vollständige Folgenlosigkeit.

Mehrkosten konkret zuordnen

Im Regress sind vermeidbare Kosten der Fehlanrufung und ein möglicher weitergehender Rechtsverlust getrennt zu berechnen. Erstattungen und ohnehin erforderliche Prozesskosten müssen berücksichtigt werden. Hilfreich sind der Verweisungsbeschluss, die Kostenentscheidung und die Chronologie der Zustellungen. Bei einem Rechtsmittel gelten zudem eigene Einlegungsregeln; die Behandlung einer unzuständig erhobenen Klage lässt sich darauf nicht pauschal übertragen.

Für Ihre Vorbereitung
  • Verletzte Zuständigkeitsregel benennen
  • Verweisung und Kostenentscheidung sichern
  • Verjährung und Zusatzkosten getrennt prüfen

Gesetzliche Grundlagen und Rechtsprechung

Die verlinkten Vorschriften und Entscheidungen ermöglichen die weitere Einordnung. Maßgeblich bleiben Auftrag, Sachverhalt und Rechtslage im konkreten Fall.

Der nächste Schritt

Sie vermuten einen Anwaltsfehler?

Schildern Sie uns den Vorgang und nennen Sie mögliche laufende Fristen. Gemeinsam klären wir die Grundlage für eine Prüfung.