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Ansprüche durchsetzen

Schadensersatz gegen den Anwalt geltend machen

Eine belastbare Regressforderung verbindet Auftrag, konkreten Fehler, Beweismittel und wirtschaftliche Folgen. Ein scharfer Vorwurf allein ersetzt diese Aufarbeitung nicht.

Den richtigen Anspruchsgegner bestimmen

Zuerst ist zu klären, wer Vertragspartner geworden ist. Der Name des bearbeitenden Anwalts und die Bezeichnung auf der Rechnung sind Anhaltspunkte, aber nicht in jedem Fall abschließend. Bei Gesellschaften können zusätzliche Haftungsfragen entstehen. Eine Forderung an die falsche Person kann insbesondere die beabsichtigte Fristensicherung verfehlen.

Die Forderung nachvollziehbar aufbauen

Ausgehend von §§ 280 Abs. 1, 675 BGB sollte das Schreiben darstellen, was beauftragt war, welches Vorgehen geschuldet war und welches Verhalten beanstandet wird. Anschließend ist zu erklären, weshalb gerade daraus ein konkreter Schaden folgt. Belege sind den einzelnen Tatsachen zuzuordnen. Nicht bezifferbare Positionen sollten nicht durch geschätzte Behauptungen ersetzt werden.

Regulierung und Verjährung abstimmen

Die Einschaltung der Berufshaftpflicht kann eine außergerichtliche Klärung ermöglichen. Gleichzeitig muss die Verjährung unabhängig kontrolliert werden. Eine gesetzte Zahlungsfrist hemmt die Verjährung nicht allein durch ihren Ablauf. Ob Verhandlungen oder Maßnahmen der Rechtsverfolgung geeignet sind, richtet sich nach §§ 203, 204 BGB.

Prozessentscheidung auf Aktenbasis

Vor einer Klage sind Beweisrisiken, Ausgangsanspruch, Anspruchshöhe und Kosten zu prüfen. Die Grundsätze zum hypothetischen Verlauf und zu Handlungsalternativen dürfen nicht erst nach Klageerhebung aufgearbeitet werden (BGH, Urteil vom 16.07.2015 – IX ZR 197/14).

Für Ihre Vorbereitung
  • Vertragspartner und ladungsfähige Anschrift
  • Konkreter Pflichtvorwurf mit Belegen
  • Schadensaufstellung und gesonderte Verjährungsprüfung

Gesetzliche Grundlagen und Rechtsprechung

Die verlinkten Vorschriften und Entscheidungen ermöglichen die weitere Einordnung. Maßgeblich bleiben Auftrag, Sachverhalt und Rechtslage im konkreten Fall.

Der nächste Schritt

Sie vermuten einen Anwaltsfehler?

Schildern Sie uns den Vorgang und nennen Sie mögliche laufende Fristen. Gemeinsam klären wir die Grundlage für eine Prüfung.