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Schaden & Beweis

Welche Zeugen helfen im Anwaltsregress?

Zeugen können Beratung, Weisungen oder Tatsachen des Ausgangsfalls bestätigen. Für einen brauchbaren Beweisantritt muss ihre eigene Wahrnehmung einer konkreten erheblichen Tatsache zugeordnet werden.

Zwei Arten von Zeugenthemen unterscheiden

Ein Gesprächsteilnehmer kann über den Beratungsinhalt berichten. Ein Zeuge des ursprünglichen Ereignisses kann dagegen für den hypothetischen Ausgangsprozess wichtig sein. Diese Rollen sollten getrennt werden. Wer nur später die Schilderung des Mandanten hörte, hat das Beratungsgespräch nicht selbst erlebt. Seine Aussage kann einen anderen Beweiswert haben als die unmittelbare Wahrnehmung des entscheidenden Vorgangs.

Erinnerung nicht durch Vorgaben formen

Hilfreich sind Name, erreichbare Anschrift, Wahrnehmungszeitpunkt und das konkrete Thema. Zeugen sollten ihre eigene Erinnerung schildern; vorformulierte erwünschte Aussagen können die Aufklärung beeinträchtigen. Bestehen berufliche Verschwiegenheits- oder Zeugnisverweigerungsrechte, sind diese gesondert zu prüfen. Eine bloße Bereitschaft zu helfen bedeutet nicht automatisch, dass sämtliche Informationen ohne rechtliche Grenzen offenbart werden dürfen.

Aussage und Gesamtlage bewerten

Das Gericht würdigt Zeugenaussagen mit den übrigen Unterlagen. Widersprüche, zeitlicher Abstand und Eigeninteressen können relevant sein, führen aber nicht schematisch zu Unbrauchbarkeit. Für den Regress sollte erkennbar sein, welche Beweislücke durch die Aussage geschlossen werden soll. Eine große Zahl von Personen ohne konkretes Beweisthema ersetzt keinen nachvollziehbaren Vortrag zu Auftrag, Fehler und wirtschaftlicher Folge.

Für Ihre Vorbereitung
  • Unmittelbare Wahrnehmung genau benennen
  • Beratungs- und Ausgangszeugen trennen
  • Mögliche Verschwiegenheitsrechte klären

Gesetzliche Grundlagen und Rechtsprechung

Die verlinkten Vorschriften und Entscheidungen ermöglichen die weitere Einordnung. Maßgeblich bleiben Auftrag, Sachverhalt und Rechtslage im konkreten Fall.

Der nächste Schritt

Sie vermuten einen Anwaltsfehler?

Schildern Sie uns den Vorgang und nennen Sie mögliche laufende Fristen. Gemeinsam klären wir die Grundlage für eine Prüfung.