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Ansprüche durchsetzen

Anwalt beantragt Kostenerstattung falsch oder gar nicht

Eine günstige Kostenentscheidung führt nicht immer ohne weiteren Antrag zur Erstattung. Fehler bei der Kostenfestsetzung können einen zusätzlichen wirtschaftlichen Nachteil verursachen.

Kostengrund und Kostenhöhe unterscheiden

Die Entscheidung, wer Kosten trägt, ist von der Festsetzung des konkreten Betrags zu trennen. §§ 103 und 104 ZPO regeln das Kostenfestsetzungsverfahren. Nur erstattungsfähige Positionen können angesetzt werden. Ein mit der eigenen Kanzlei vereinbartes höheres Honorar muss nicht vollständig vom Gegner ersetzt werden. Auch Kostenquote, Notwendigkeit und besondere Verfahrensregeln beeinflussen die Berechnung.

Vollständigen Antrag und Zinsen prüfen

Übersehene Gebühren, Auslagen oder ein fehlender Zinsantrag können relevant sein. § 104 ZPO enthält eine Regel zur Verzinsung festgesetzter Kosten auf Antrag. Bei Umsatzsteuer ist die Vorsteuerabzugsberechtigung zu beachten. Ein später korrigierbarer Antrag verursacht nicht automatisch einen endgültigen Verlust; mögliche Nachfestsetzung und Rechtsbehelfe müssen anhand des konkreten Verfahrensstands geprüft werden.

Nur tatsächlich verlorene Erstattung ersetzen

Für den Regress ist zu ermitteln, welcher Betrag bei richtiger Bearbeitung festgesetzt und eingezogen worden wäre. War der Gegner zahlungsunfähig, kann dies den wirtschaftlichen Wert beeinflussen. Eine unberechtigt angesetzte Position ist umgekehrt kein ersatzfähiger Verlust, nur weil ihre Erstattung gewünscht war. Benötigt werden Kostenentscheidung, Antrag, Beschluss, Rechnungen und Zahlungsnachweise sowie die Chronologie möglicher Korrekturen.

Für Ihre Vorbereitung
  • Kostenentscheidung und Festsetzung getrennt auswerten
  • Fehlende Positionen und Zinsantrag prüfen
  • Korrekturmöglichkeit und Einbringlichkeit berücksichtigen

Gesetzliche Grundlagen und Rechtsprechung

Die verlinkten Vorschriften und Entscheidungen ermöglichen die weitere Einordnung. Maßgeblich bleiben Auftrag, Sachverhalt und Rechtslage im konkreten Fall.

Der nächste Schritt

Sie vermuten einen Anwaltsfehler?

Schildern Sie uns den Vorgang und nennen Sie mögliche laufende Fristen. Gemeinsam klären wir die Grundlage für eine Prüfung.