Kenntnis entsteht nicht automatisch durch ein Berufungsurteil
Der BGH stellt klar, dass ein nachteiliges Berufungsurteil im Regelfall allein nicht ausreicht. Entscheidend bleiben die erkennbaren Umstände des Pflichtverstoßes und des Schadens.
Rechtsprechung
Ausgewählte Entscheidungen des Bundesgerichtshofs mit kurzer Einordnung und weiterführendem Ratgeber. Keine vollständige Rechtsprechungsdatenbank.
Der BGH stellt klar, dass ein nachteiliges Berufungsurteil im Regelfall allein nicht ausreicht. Entscheidend bleiben die erkennbaren Umstände des Pflichtverstoßes und des Schadens.
Bei unklarer Rechtslage über einen triftigen Grund für das Nichtbetreiben des Verfahrens muss der Anwalt den sicheren Weg zur Vermeidung der Verjährung aufzeigen.
Beweiserleichterungen richten sich nach dem Anscheinsbeweis. Bei mehreren möglichen Verläufen muss die Schadenswahrscheinlichkeit nachvollziehbar dargelegt werden.
Für den Beginn der kenntnisabhängigen Verjährung ist nicht nur der ungünstige Ausgang relevant. Es kommt auch auf Tatsachen an, die aus Sicht des Mandanten eine Pflichtwidrigkeit erkennen lassen.
Die Beratung muss sich an Situation und Anliegen des Mandanten orientieren. Deutlich vorteilhaftere Alternativen sind mit einer entsprechenden Empfehlung aufzuzeigen.
Bei der Frage nach dem Schaden durch eine ungünstige Ausgangsentscheidung kommt es auf die damals maßgebliche höchstrichterliche Rechtsprechung an.
Der nächste Schritt
Schildern Sie uns den Vorgang und nennen Sie mögliche laufende Fristen. Gemeinsam klären wir die Grundlage für eine Prüfung.