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Typische Anwaltsfehler

Anwaltsfehler bei einer Mietkündigung

Eine fehlerhafte Kündigung oder ihre unzureichende Abwehr kann erhebliche Wohn- und Kostenfolgen haben. Die rechtlichen Anforderungen unterscheiden sich nach Kündigungsart und Mietverhältnis.

Die konkrete Kündigung prüfen

Bei Wohnraummiete sind unter anderem Form, Kündigungsgrund und die jeweils einschlägigen Fristen zu beachten. Ordentliche und außerordentliche Kündigung haben unterschiedliche Voraussetzungen. Eine Beratung muss daher den tatsächlichen Vertrag, die behaupteten Pflichtverletzungen und die Zugangslage berücksichtigen. Ein allgemeines Musterschreiben kann diese Prüfung nicht ersetzen, insbesondere wenn mehrere unterschiedliche Kündigungsgründe im Raum stehen.

Einwendungen und Widerspruch rechtzeitig behandeln

Auf Mieterseite können Einwendungen gegen die Wirksamkeit und ein sozialer Härtewiderspruch unterschiedliche Funktionen haben. § 574b BGB enthält hierzu Form- und Fristregeln. Nicht jeder Widerspruch macht eine Kündigung unwirksam. Auf Vermieterseite ist umgekehrt zu prüfen, ob ein tragfähiger Grund tatsächlich bestand und richtig dargestellt wurde. Prozessführung und außergerichtliche Gestaltung müssen aufeinander abgestimmt sein.

Wirtschaftliche Folgen konkret abgrenzen

Mögliche Schäden sind vermeidbare Prozesskosten, zusätzliche Mietbelastungen oder Nachteile eines unnötigen Umzugs. Jede Position braucht einen nachvollziehbaren Zusammenhang mit dem Beratungsfehler. Wäre das Mietverhältnis bei ordnungsgemäßem Vorgehen ebenfalls beendet worden, können nur die dadurch tatsächlich zusätzlich entstandenen Nachteile ersatzfähig sein. Ersparte Kosten, andere Gründe für den Umzug und noch mögliche Abhilfe sind einzubeziehen.

Für Ihre Vorbereitung
  • Vertrag, Kündigung und Zugang belegen
  • Kündigungsart und Einwendungen unterscheiden
  • Zusätzliche Kosten gegenüber dem richtigen Verlauf berechnen

Gesetzliche Grundlagen und Rechtsprechung

Die verlinkten Vorschriften und Entscheidungen ermöglichen die weitere Einordnung. Maßgeblich bleiben Auftrag, Sachverhalt und Rechtslage im konkreten Fall.

Der nächste Schritt

Sie vermuten einen Anwaltsfehler?

Schildern Sie uns den Vorgang und nennen Sie mögliche laufende Fristen. Gemeinsam klären wir die Grundlage für eine Prüfung.