Den Pflichtvorwurf präzise formulieren
Beschreiben Sie, welche Aufgabe übernommen wurde und welche Handlung nach Ihrer Auffassung fehlte oder falsch war. Datum, Dokument und Fundstelle erleichtern die Prüfung. Wertende Begriffe wie „völlig unfähig“ ersetzen keine Tatsachen. Wenn mehrere Fehler behauptet werden, sollte jeder mit seiner eigenen Folge erklärt werden. Ein verlorener Prozess allein ist noch keine vollständige Haftungsbegründung.
Schaden und Alternative offenlegen
Die Forderung sollte zeigen, wie die Lage ohne Fehler voraussichtlich ausgesehen hätte. Dazu gehören Erfolgsaussichten des Ausgangsanspruchs, erhaltene Zahlungen und ersparte Kosten. Bereits bezifferte Positionen sind von offenen Folgeschäden zu trennen. Eine ausdrücklich vorläufige Berechnung ist ehrlicher und prüfbarer als eine scheinbar endgültige Summe, deren Grundlagen noch fehlen. Relevante Belege sollten eindeutig bezeichnet beigefügt werden.
Fristsetzung ersetzt keine Verjährungssicherung
Eine Zahlungsaufforderung kann für Verzug Bedeutung haben, hemmt aber nicht automatisch die Verjährung. Auch die Bitte um Weiterleitung an die Versicherung ist keine universelle Sicherungsmaßnahme. Für laufende Fristen muss deshalb unabhängig geprüft werden, welcher rechtlich geeignete Schritt erforderlich ist. Der Zugang des Schreibens und sämtliche Antworten sollten dokumentiert werden, insbesondere wenn später Verhandlungen oder ein Anerkenntnis behauptet werden.
- Jeden Vorwurf mit Dokument und Folge verbinden
- Schadensrechnung mit Vorteilen und Zahlungen vorlegen
- Zugang und Verjährung gesondert kontrollieren