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Ansprüche durchsetzen

Wie wird ein Anwaltsfehler der Berufshaftpflicht gemeldet?

Eine strukturierte Schadensmeldung erleichtert die Prüfung durch Anwalt und Versicherer. Sie ersetzt weder den Nachweis der Haftung noch eine verlässliche Kontrolle der Verjährung.

Den Vorgang eindeutig beschreiben

Hilfreich sind Mandatszeit, Auftrag, konkrete Pflichtverletzung und deren wirtschaftliche Folge. Belege sollten gezielt zugeordnet werden, etwa Zustellung, versäumter Schriftsatz und Schadensrechnung. Ein pauschaler Vorwurf schlechter Arbeit erschwert die Prüfung. Umgekehrt muss nicht jede bereits ungeklärte Einzelheit als sicher dargestellt werden; offene Fragen und vorläufige Beträge können ausdrücklich kenntlich gemacht werden.

Versicherer und Anspruchsgegner auseinanderhalten

Regelmäßig bleibt zunächst der anwaltliche Vertragspartner für den geltend gemachten Anspruch relevant. Die Kanzlei kann zur Meldung an ihre Berufshaftpflicht aufgefordert werden. Eine Schadennummer dokumentiert die Bearbeitung, bedeutet aber kein Anerkenntnis von Haftung oder Deckung. Ein eigener unmittelbarer Anspruch gegen den Versicherer besteht nur unter besonderen Voraussetzungen, etwa nach § 115 VVG.

Bearbeitung und Fristensicherung getrennt führen

Eine Eingangsbestätigung ist kein umfassender Verjährungsverzicht. Ob tatsächliche Verhandlungen nach § 203 BGB hemmen, muss anhand der Kommunikation geprüft werden. Bei mehreren Versicherten sollte klar sein, für wen Erklärungen abgegeben werden. Bewahren Sie deshalb jede Antwort mit Datum auf und kontrollieren Sie die maßgebliche Frist unabhängig vom angekündigten Prüfungsfortschritt. Eine bloße Bitte um Geduld darf keine ungeprüfte Fristverlängerung ersetzen.

Für Ihre Vorbereitung
  • Auftrag, Fehler und Schaden mit Belegen verknüpfen
  • Schadennummer und vertretene Person festhalten
  • Verjährungswirkung jeder Antwort gesondert prüfen

Gesetzliche Grundlagen und Rechtsprechung

Die verlinkten Vorschriften und Entscheidungen ermöglichen die weitere Einordnung. Maßgeblich bleiben Auftrag, Sachverhalt und Rechtslage im konkreten Fall.

Der nächste Schritt

Sie vermuten einen Anwaltsfehler?

Schildern Sie uns den Vorgang und nennen Sie mögliche laufende Fristen. Gemeinsam klären wir die Grundlage für eine Prüfung.