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Schaden & Beweis

Verlorene laufende Leistungen als Anwaltshaftungsschaden

Geht eine laufende Zahlung verloren, reicht eine einfache Multiplikation des Monatsbetrags häufig nicht aus. Anspruchsdauer, Änderungen und bereits erhaltene Leistungen müssen berücksichtigt werden.

Die ursprüngliche Anspruchsgrundlage prüfen

Eine Sozialrente, private Versicherungsrente und Unterhaltszahlung beruhen auf unterschiedlichen Voraussetzungen. Für den Regress muss zunächst feststehen, welche Leistung ohne Fehler geschuldet gewesen wäre. Ein späterer Bewilligungsbescheid kann Hinweise geben, ersetzt aber nicht jede Prüfung früherer Zeiträume. Auch Voraussetzungen, die erst nachträglich eintreten, dürfen nicht rückwirkend ohne Begründung unterstellt werden.

Vergangenheit und Zukunft getrennt berechnen

Bereits ausgefallene Monatsbeträge lassen sich anhand konkreter Zeiträume bestimmen. Für die Zukunft kommen Veränderungen der Voraussetzungen, Laufzeit und mögliche Anpassungen hinzu. Bei einer Kapitalisierung müssen die zugrunde gelegten Annahmen nachvollziehbar sein. Der gesamte rechnerische Lebenszeitbetrag ist nicht automatisch ein sofort fälliger Schaden. Gegebenenfalls kann eine Feststellung weiterer Ersatzpflicht sachgerechter sein als eine scheinbar exakte Gesamtsumme.

Erstattungen und Anspruchsübergänge einbeziehen

Nachzahlungen, andere Leistungen und mögliche gesetzliche Übergänge können beeinflussen, welcher Schaden beim Mandanten verbleibt. Dieselben Zeiträume dürfen nicht zugleich als vollständig ausgefallen und bereits ausgeglichen dargestellt werden. Benötigt werden daher Leistungsbescheide, Zahlungsübersichten und Informationen über andere Träger. Die anwaltliche Pflichtverletzung muss mit genau den verlorenen oder verzögerten Zeiträumen verbunden werden, nicht nur mit einer allgemeinen Verschlechterung der Lebenssituation.

Für Ihre Vorbereitung
  • Leistungsart und Anspruchszeiträume feststellen
  • Vergangene Ausfälle von Zukunftsprognosen trennen
  • Nachzahlungen und fremde Ersatzansprüche berücksichtigen

Gesetzliche Grundlagen und Rechtsprechung

Die verlinkten Vorschriften und Entscheidungen ermöglichen die weitere Einordnung. Maßgeblich bleiben Auftrag, Sachverhalt und Rechtslage im konkreten Fall.

Der nächste Schritt

Sie vermuten einen Anwaltsfehler?

Schildern Sie uns den Vorgang und nennen Sie mögliche laufende Fristen. Gemeinsam klären wir die Grundlage für eine Prüfung.