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Ansprüche durchsetzen

Eine Chronologie für den Anwaltsregress erstellen

Eine gute Chronologie macht Auftrag, Bearbeitung und Folgen nachvollziehbar. Sie sollte Tatsachen mit Belegen verbinden und spätere Bewertungen klar von damaligen Ereignissen unterscheiden.

Mit den entscheidenden Zeitpunkten beginnen

Erfassen Sie Mandatsbeginn, konkrete Aufträge, Zustellungen, Fristen, Beratungen, eigene Weisungen und gerichtliche Entscheidungen. Für jeden Eintrag sind Datum, Beteiligte und Dokument hilfreich. Wenn ein Datum nur geschätzt ist, sollte dies erkennbar bleiben. Ein später erstellter Erinnerungsvermerk darf nicht als damaliges Gesprächsprotokoll bezeichnet werden. So bleibt die Darstellung auch bei offenen Punkten überprüfbar.

Fehler, Erkenntnis und Schaden trennen

Der Tag einer Pflichtverletzung kann vom ersten Schaden und vom späteren Erkennen des Fehlers abweichen. Diese Trennung ist besonders für Verjährungsfragen wichtig. Ordnen Sie außerdem zu, welche Entscheidung bei richtiger Beratung getroffen worden wäre und welche Unterlagen damals verfügbar waren. Später bekannt gewordene Tatsachen sollten nicht unbemerkt in die frühere Entscheidungssituation hineingelesen werden.

Dokumente gezielt statt wahllos sammeln

Eine nummerierte Belegliste erleichtert die Prüfung. Vollständige Nachrichtenketten und Anhänge sind besser als ausgeschnittene Sätze. Unwesentliche Doppelkopien können gekennzeichnet werden, Originale sollten erhalten bleiben. Die Chronologie ist keine rechtliche Haftungsentscheidung und ersetzt keine dringende Fristensicherung. Wenn eine Frist läuft, ist zuerst die rechtzeitige Bearbeitung zu klären, auch wenn die Unterlagen noch nicht perfekt geordnet sind.

Für Ihre Vorbereitung
  • Jeden wichtigen Eintrag einem Beleg zuordnen
  • Tatsache, Erinnerung und Bewertung kennzeichnen
  • Fehlerdatum, Schadenseintritt und Kenntnis trennen

Gesetzliche Grundlagen und Rechtsprechung

Die verlinkten Vorschriften und Entscheidungen ermöglichen die weitere Einordnung. Maßgeblich bleiben Auftrag, Sachverhalt und Rechtslage im konkreten Fall.

Der nächste Schritt

Sie vermuten einen Anwaltsfehler?

Schildern Sie uns den Vorgang und nennen Sie mögliche laufende Fristen. Gemeinsam klären wir die Grundlage für eine Prüfung.